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Erste Ideen dazu, wie ein wahrhaft forschungsorientiertes, wissenschaftliches Studium der Bibliotheks- und Informationswissenschaft (?) am IBI auszusehen hätte (Punkt 1), und was wir tun können um die aktuelle Lehrpraxis diesem Ideal anzunähern (Punkt 2).

Sven Edit

zu Punkt 1:

  • breit gefächerter Einstieg in unterschiedliche Methodologien (mit jeweiligen Anwendungsgebieten)
  • mehr als nur eine Tutoriums-Einführung in wissenschaftliches Arbeiten (z.B. in Form von Basis-Studiums-begleitenden Einheiten im letzten Drittel des Semesters)
  • klare Ausrichtung der universitären/institutionellen Forschung und daran gebundene Lehrveranstaltungen
  • Basis-Lehrveranstaltungen, die sowohl einen geschichtlichen Überblick, wie auch eine breite Einführung in die unterschiedlichen Gebiete (z.B. Bibliothekswissenschaft einerseits und Informationswissenschaft andererseits) geben
  • klar strukturierte und nach den Anforderungen an eine akademische Laufbahn ausgerichtete Gewichtung der einzelnen Themen im Basisstudium
  • klare Abgrenzung von einer Bibliothekar-ausbildung (wie sie z.B. an FHs stattfindet)
  • fundierte und auf den Forschungsstand ausgerichtete technische Einführung (ein bisserl fundierte Logik könnte auch nicht schaden - VORSICHT: das ist das Hassfach der meisten Philosophen, und die müssen sich da zwingend durch-quälen)
  • weg von der Elfenbeinturm-Wissenschaft (!!!) meiner Ansicht nach ist es wichtig, auf der einen Seite die Forschungsstände, andererseits jedoch auch den jeweiligen Stand der Praxis kennen zu lernen
  • und vielleicht sollten wir unsere Aufmerksamkeit auf die deutsche Bibliothekslandschaft richten (da, wo wir in den Bereich der Globalisierung rennen, müssen natürlich auch die anderen - leider primär anglo-amerikanischen - Konzepte beleuchtet werden
  • Universität ist - so leid mir das auch tut - eine sehr theoretische Angelegenheit, aber vielleicht könnte/sollte man auch über eine Evaluierung der Praktikums-Formalitäten nachdenken (was hat das Praktikum eigentlich im Basisstudium zu suchen?!)

Konsti Edit

Ich spinne die letzten Wochen schon rum, ob man sich nicht vielleicht studentisch zusammentun könnte, um die technischen Themen, die wir ja in den Veranstaltungen auf einer mehr theoretischen und eher sekundär praktischen Ebene behandeln, auch tatsächlich einzusetzen. Effizientes Arbeiten mit Modulen in Perl oder Python, was gibt es da für Bibliothekare? Was sind die Probleme beim Erstellen von Ontologien? Wie mappen die ganzen Metadatenformate aufeinander, XSLT und so weiter. Vielleicht könnte man auch so was wie eine semantische Insititutsbibliographie erstellen. Ein Taggingtool auf Dateisystemebene mit semantischem Grounding in Ontologien. Einen Prototyp eines Repositories für Hausarbeiten am Institut. Und so weiter, alles nur Ideen.

Ich hab bei der wissenschaftlichen / forschungsorientierten Ausrichtung also vor Allem technische Innovation im Blick, ich glaube da sind wir nicht übermäßig gut aufgestellt am IBI. Und aus den Gesprächen, die ich so mit Studierenden geführt habe, höre ich heraus, dass das vor Allem daran liegt, dass die Veranstaltungen von Gradmann, Schirmbacher, Heinz und Havemann nicht gerade motivierend sind ("zu viele Formeln", "zu unstrukturiert", "kein Praxisbezug" usw.). Das ist nicht unbedingt meine Meinung, aber da liegt wahrscheinlich ein großer Teil des Problems.

Anja Edit

MotivationEdit

Meine Motivation für das Einberufen dieser Task Force gründet sich vor allem auf zwei Erfahrungen während meines Studiums am IBI: Zum einen ist mir bei der Vorbereitung meiner Bachelor-Arbeit aufgefallen, dass mir keine "bibliotheks- und informationswissenschaftliche" Forschungsmethode bekannt ist. In meinem Zweitfach hatte ich immerhin mitbekommen, dass wissenschaftliche Arbeiten grundsätzlich eine Methode anwenden. Mir wurde im Kolleg versichert, dass auch die "Inhaltsanalyse" eine Forschungsmethode ist - was mich nicht wirklich zufrieden stellte.

Zum anderen habe ich die Veranstaltungen "Quantitative Forschungsmethoden" besucht. Fazit: Es geht doch nicht an, dass das DAS Methodenmodul sein soll.

WünscheEdit

  • Das Studium soll einen Überblick über die (an unserem Institut) in der Bibl.-u.Inf.wiss. angewandten Forschungsmethoden vermitteln
  • Die Methoden sollen von den Studierenden selbst angewendet werden
  • Die Mitarbeiter_innen des Instituts, insbesondere die Professor_innen, sollen ihr Verständnis davon, was Bibliotheks- und Informationswissenschaft leisten kann und soll, darlegen und im Rahmen des Studiums vermitteln
  • Mehr forschungspraktische Arbeiten innerhalb des Studiums / Training für die Forschung / Einbindung in und Überblick über aktuelle Forschung; Projektanträge stellen lernen

Wie könnte eine Umsetzung aussehen?Edit

  • Ringvorlesung (als baldige Sofortmaßnahme): Jeder Lehrstuhl stellt in zwei bis drei Sitzungen sein Verständnis von BIWi dar, und stellt die von ihm in erster Linie verwendeten Forschungsmethoden vor
  • Hausarbeiten werden so geschrieben, dass sie bei einer Konferenz oder Zeitschrift eingereicht werden könnten; dazu gehört es, sich einen Überblick zu verschaffen, welche Zeitschriften / Konferenzen das gewählte Thema abdecken
  • Entweder in jedem Seminar mit Hausarbeit mind. eine Sitzung zum Thema Forschungsmethode und Aufbau der Arbeit ODER ein komplettes ein verpflichtendes Seminar Wissenschaftliches Arbeiten (wo es nicht um das Anlegen von Literaturverzeichnissen geht, sondern um das Entwickeln einer Forschungsfrage und die Auswahl sowie Anwendung einer Forschungsmethode)

Idee einer "Roadmap" ;)Edit

Zwischenziel 1: Überblick IST- und SOLL-Situation

Zwischenziel 2: Plan zum Erreichen der SOLL-Situation

Ziel: Erreichen der SOLL-Situation